Heimatmuseum Kilen, Kristinestad

Freiluftmuseum und Ferienlagerzentrum. Das Museum präsentiert die alte Fischer- und Bauernkultur der ostbottnischen Küstendörfer.

  • Geöffnet: im Sommer. Sonst nach Vereinbarung.
  • Eintritt.
  • Führungen.
  • Café. Restauration auf Bestellung.
KILEN, FI-64490 SIDEBY, FINNLAND

Weitere Informationen


Das Heimatmuseum der Stiftung Kilen wurde in den 60er Jahren gegründet. Heute ist Kilen nicht mehr nur ein Freiluftmuseum, sondern umfaßt auch ein Ferienlagerzentrum, ein Gasthaus und eine Jugendherberge. Das Museumsgelände besteht aus etwa 20 Gebäuden, die aus verschiedenen Dörfern der Gemeinde Kristinestad stammen und hier wieder aufgebaut wurden.

Ursprünglich war Kilen ein Fischerhafen, und eben dieser Lebenswelt ist auch das Heimatmuseum verpflichtet: der Fischer- und Bauernkultur in den Küstendörfern des schwedischsprachigen Ostbottniens.

Die Fischerkultur wird repräsentiert von dem Anwesen Jannegården auf dem alten Netzhof. Der Bauernhof von Kilen, Fransgården, stammt aus der Zeit um 1800 und stand ursprünglich in dem Dorf Skaftung. Es handelt sich um ein Doppelstubenhaus mit Flur, Flurkammer, Vorderstube, großer Stube, und Giebelkammern. In den letzteren kann man sich mit der reichen südostbottnischen Textiltradition vertraut machen.

In einem der Häuser um den Fransgården ist ein Telefonmuseum untergebracht, mit einer dörflichen Vermittlungszentrale, die noch bis in die 70er Jahre in Gebrauch war. Neben dem Hofgelände steht auch ein Museumsgebäude, das mit seinem gesamten Inventar aus dem Dorf Henriksdal herbeigeschafft wurde. Es beherbergt unter anderem die Bände der Leihbibliothek, die bis in die 70er Jahre hinein in Henriksdal existierte.

Kilen hat auch ein Schulmuseum und eine Kapelle von dem Typus, wie er im 17. und 18. Jahrhundert im Schärengebiet entlang der ostbottnischen Küste üblich war.

Im Hafen von Kilen steht eine alte Fischsalzerei vom Anfang unseres Jahrhunderts. Heute dient sie als Festplatz und Tanzboden. Am Hafen befindet sich auch ein kleines Schiffsbaumuseum. In Sideby entstanden nämlich viele der großen Segelschiffe, die im 19. Jahrhundert die Weltmeere befuhren.