Kaufmannshaus aus dem 18. Jahrhundert. Stilhistorisch interessante Interieurs. Uniker städtebaulicher Komplex.
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Neben Röros in Norwegen ist Kristinestad die einzige aus Holz erbaute nordische Stadt, die nie von Bränden zerstört wurde. Das Zentrum von Kristinestad ist deshalb ein für Finnland und für ganz Skandinavien uniker städtebaulicher Komplex. Nur einen Steinwurf weit südlich des Marktplatzes liegt das Lebellsche Kaufmannshaus. Hier kann man besichtigen, wie eine Kaufmannsfamilie vor mehr als 200 Jahren in Kristinestad wohnte und lebte. Das erste Kaufmannshaus wurde in den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts erbaut, als Casper Lebell in der Stadt das Handelsrecht erhielt. Unter seinem Sohn brachte es die Familie zu großem Wohlstand: Casper Lebell d. J., Ratsherr und Vizebürgermeister der Stadt, verdiente ein Vermögen mit der Ausfuhr von Teer und Bauholz und dem Import von Salz. Das jetzige Haus wurde 1762 errichtet und mit einem hohen Mansardendach versehen, welches um 1850 durch ein Schopfwalmdach im Empirestil ersetzt wurde.
Das Rokoko ist vertreten durch den sogenannten Lebellschen Salon. Dort befinden sich unter anderem ein zierlicher Spieltisch mit Intarsienmustern und ein vergoldeter Wandspiegel. Das frühe 19. Jahrhundert, also die Durchbruchszeit des Empirestils, trifft man im sogenannten Holmströmschen Salon mit seinen erbsgrünen Wänden und den zeittypischen grauweißen Möbeln. NEBENGEBÄUDE Das angrenzende weißverputzte Empiregebäude
aus dem Jahre 1842 wurde dem Museum 1995 angegliedert. Das Haus, das früher
als Privatwohnung, als Laden und zeitweise auch als Zeitungsdruckerei
diente, hat jetzt die hellen Farbtöne wiederbekommen, die es Mitte
des 19. Jahrhunderts einmal hatte. Einige Räume sind möbliert
mit Einrichtungsgegenständen aus der Blütezeit der ostbottnischen
Reedereien gegen Ende des 19. Jahrhunderts, die übrigen werden für
Ausstellungen und Veranstaltungen aller Art genutzt.
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